Pressemitteilung

Auftaktveranstaltung der Initiative Pro-Regio Sachsen

Beim Fachforum „Regionale Wertschöpfung: Fokus Schwein und Brot“ haben sich am 29. September 2026 in Grimma rund 70 Akteure aus Sachsen und Sachsen-Anhalt damit auseinandergesetzt, wie starke Partnerschaften zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Gastronomie besser gelingen können.

Fachforum „Regionale Wertschöpfung: Fokus Schwein und Brot“: Wie starke Partnerschaften zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Gastronomie in Sachsen besser gelingen können

Was in Sachsen erzeugt wird, soll möglichst auch in Sachsen verarbeitet, vermarktet und auf den Teller gebracht werden. Doch wie kann das konkret gelingen? Mit dieser Frage haben sich rund 70 Akteure aus ganz Sachsen sowie Sachsen-Anhalt beim Fachforum „Regionale Wertschöpfung: Fokus Schwein und Brot“ am 29. September 2026 in Grimma auseinandergesetzt. Im Erlebnishotel zur Schiffsmühle kamen Vertreter aus der sächsischen Landwirtschaft, Verarbeitung, dem Lebensmittelhandwerk, der Vermarktung und Gastronomie zusammen.

Neben Impulsvorträgen und der Podiumsdiskussion stand der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt, um konkrete Ansätze und Möglichkeiten zu entwickeln, wie Kooperationen und Lieferbeziehungen künftig funktionieren können – vom Acker über die Verarbeitung bis hin zur Präsentation auf dem Teller. Ein Verkostungsbereich mit Broten von Brotsommeliers sowie Produkten von Spitzenvertretern des sächsischen Fleisch- und Bäckerhandwerks bot zudem die Möglichkeit, regionale Erzeugnisse und handwerkliche Qualität unmittelbar kennenzulernen. Die regen Diskussionen zeigten, welche Herausforderungen hier derzeit bestehen, aber auch wie groß der Wunsch und Bedarf entlang der Wertschöpfungskette ist, regionale Produkte stärker in sächsische Absatzwege zu bringen.

Als Impulsgeber und Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren unter anderem Oliver Schmidt, Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft „Qualitätsfleisch“ w. V. Taubenheim, Lars Bubnick, Geschäftsführer der Landesinnungsverbände der Fleischer in Sachsen und Bayern, Stefan Richter, Landesinnungsmeister des Mitteldeutschen Bäckerinnungsverbandes, sowie Jens Dzurny, Präsident des DEHOGA Sachsen e. V. Der ebenfalls geladene Geschäftsführer der Schlachthof Torgau GmbH musste krankheitsbedingt absagen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung war die aktuelle Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Schweineproduktion. Dr. Mandes Verhaagh vom Johann-Heinrich von Thünen-Institut, der deutschen Bundesforschungseinrichtung für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, stellte Ergebnisse des Projekts „agri benchmark Pig“ vor.

„Eine wichtige Erkenntnis des heutigen Fachforums ist: Regionale Wertschöpfung funktioniert nur, wenn die Akteure miteinander sprechen und ihre unterschiedlichen Anforderungen kennen. Gerade vor diesem Hintergrund sind verlässliche Absatzbeziehungen entlang der gesamten Kette wichtig. Gerade bei der Flexibilität liegen die Vorstellungen teilweise auseinander: Während die Schweinehaltung in festen Produktions- und Vermarktungsabläufen gebunden ist, wünschen sich Gastronomie und andere Abnehmer häufig kurzfristige Liefermöglichkeiten und kleinere Mengen. Solche Unterschiede lassen sich nicht auflösen, wenn jeder nur aus der eigenen Perspektive denkt – aber sie lassen sich gemeinsam besser verstehen und Lösungen entwickeln. So können Erzeuger, Verarbeiter und Abnehmer enger zusammenarbeiten und mehr Planungssicherheit und Wertschöpfung in der Region schaffen“

Sirko Hornung, Projektleiter Pro-Regio Sachsen

Das Fachforum war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe von Pro-Regio Sachsen, einer Initiative der ARGE Pro-Regio Sachsen, zu der auch der Sächsische Landesbauernverband e. V. gehört. Seit Juli 2026 unterstützt das Projekt landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeiter, Direktvermarkter, Lebensmittelhandwerk, Handel und Gastronomie mit Beratung, Prozessbegleitung, Kooperationsanbahnung und der Entwicklung tragfähiger Lieferbeziehungen.

Hintergrund

Pro-Regio Sachsen ist eine vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft geförderte Servicestelle des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, die seit Juli 2026 regionale Wertschöpfungsketten stärkt. Sie unterstützt landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeiter, Direktvermarkter, Lebensmittelhandwerk, Handel und Gastronomie dabei, regionale Produkte stärker in sächsische Absatzwege zu bringen. Im Mittelpunkt stehen Beratung, Prozessbegleitung, Kooperationsanbahnung und die Entwicklung tragfähiger Lieferbeziehungen zwischen Erzeugung, Verarbeitung und Abnahme.

Getragen wird das Projekt durch die ARGE Sächsisch Gut eG und Sächsischer Landesbauernverband e. V. Zu den zentralen Projektpartnern im Führungsteam gehören der DEHOGA Sachsen e. V., der Heimatgenuss Mitteldeutschland e. V. sowie weitere Fachpartner aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung. Es knüpft an die Arbeit der Sächsischen Agentur für Regionale Lebensmittel (AgiL, 2021–2026) an.

Die Servicestelle bietet Beratung, Kooperationsanbahnung, Marktanalysen, Praxisbegleitung und acht regionale Bildungsformate zu den landwirtschaftlichen Schwerpunktbranchen in allen sächsischen Kernregionen. Ziel ist es, regionale Wertschöpfung zu stärken, kurze Lieferwege auszubauen und neue Kooperationen entlang der Lebensmittelkette zu fördern.

Das Projekt Pro-Regio Sachsen wird aus Mitteln des Freistaates Sachsen auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts finanziert und läuft bis Ende 2027.

Kontakt

Pro-Regio Sachsen – Servicestelle für regionale Beschaffung und Vermarktung
Projektleiter Sirko Hornung
Am Lagerhaus 1, 09306 Erlau
Telefon 03737 490555
E-Mail info@proregiosachsen.de

Zurück